All life is sacred

Wenn wir das Lebensrecht aller Lebenwesen anerkennen und ernsthaft in unsere Gestaltung der Welt als Entscheidungsparameter integrieren, erst dann kann es Frieden unter den Menschen geben.

Es ist in diesem Zusammenhang interessant, dass das Land in Europa, welches am längsten – nämlich seit Jahrhunderten – nicht mehr in einen Krieg verwickelt war, die Schweiz, in seiner Bundesverfassung festgeschrieben hat, dass „im Umgang mit Tieren, Pflanzen und anderen Organismen der Würde der Kreatur Rechnung zu tragen ist.“ (zitiert aus „Das geheime Leben der Bäume“ von Peter Wohlleben).

Wir finden es großartig, dass der erste Artikel des deutschen Grundgesetzes lautet: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Und wir halten es für den nächsten notwendigen, logischen und unausweichlichen Schritt, dass es eines Tages eine Ergänzung geben wird, die lautet: „…ebenso wie die Würde jedes Lebewesens.“

Eine globale Kultur der Ökologie und Nachhaltigkeit kann nur entstehen, wenn wir Menschen das uns innewohnende Wissen und Empfinden der Heiligkeit wieder zur Basis unseres Umgangs mit der Mitwelt machen. Die Art und Weise wie wir Menschen mit der Erde umgehen, ist nur möglich, weil wir dieses grundlegende Wissen und Empfinden verleugnen, unterdrücken und bekämpfen. Es stand und steht dem Egoismus im Weg, dem Machtbestreben, der Profitgier, dem hemmungslosen Greifen nach „Mehr, Mehr, Mehr“ für „Mich, Mich, Mich“. Über Jahrhunderte, vielleicht Jahrtausende haben wir eine Welt geschaffen, in der das Irdische nicht mehr heilig ist.

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Der Kreis des Lebens

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAWir und unsere Aktionen sind in der elementaren Einsicht „Der Kreis ist heilig“ verwurzelt. Diese Einsicht hat mehrere Aspekte: den Kreis des Lebens, unsere Aktionsgemeinschaft und die Kooperation mit anderen.

Jedes Lebewesen, jede Erscheinungsform dieser Erde gehört zum Kreis des Lebens, zur großen Familie des Lebens auf dieser Erde. Wir sehen, fühlen und wissen uns als Teil dieser großen Erdenfamilie und in dem Sinn alle Tiere und Pflanzen, ja gar die Steine, den Boden und die Gewässer als unsere Brüder und Schwestern. Jedes Lebewesen ist einzigartig, jedes ist unendlich wertvoll. Diese Einsicht erlaubt das Töten nur dann, wenn es dem (Über)leben und der Wesensverwirklichung (nicht der Ich-Verwirklichung) dient. Eines der größten Wunder, in das wir mit unserer Zeugung hineingeboren werden ist die unermessliche Vielfalt an Lebewesen- und Formen: die Vielfalt des Lebens (Biodiversität). In diesem Kreis ist alles miteinander verbunden. Ein Ökologe benutzt dafür das Wort Ökosystem. Alles interagiert und ist durch Stoff-, Energie- und Informationsflüsse miteinander verbunden. Zu diesem Kreis gehört auch der Kreislauf von Geburt und Tod. Seit langer, langer Zeit entsteht ständig neues Leben und Altes macht ihm Platz. Der große Kreis des Lebens ist nicht auf seine materiell manifesten Bestandteile beschränkt.

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Unsere Aktionsgemeinschaft: Der Respect Earth-Kreis

20151208_165202Wir gehören zusammen. Wir agieren als Kreis: Wir wollen GEMEINSAM die Welt ändern. Wir lassen uns darauf ein verbunden zu sein und eine Kraft und Dynamik zu entwickeln, die uns zwingt über unsere eigenen Konzepte und Pläne weit hinauszugehen. Auf diese Weise schützen wir uns vor Ego-Trips, Gruppenzwang und Gleichmacherei – aber auch vor Einsamkeit. Der „Gemeinschaftsgeist“ oder „Miteinander-Geist“ ist eine der Medizinen, die wir zur Renaturierung und Kultivierung der Menschheit beitragen wollen und die an vielen Orten viel Gutes bewirken kann. Kreis bedeutet: Wir erkennen und anerkennen unsere gegenseitige Abhängigkeit und unsere Verbundenheit. Wir wissen von der Kraft, die sich entwickeln kann, wenn mehrere sich auf ein Ziel ausrichten, das ihnen allen eine Herzensangelegenheit ist. Jede und jeder geht in Verantwortung für das Gelingen des gemeinsamen Ziels. Jede und jeder hört hin und wird gehört. Jede und jeder sucht nach seiner/ihrer Zuständigkeit. Wenn alle um ein Feuer sitzen, wird es irgendwann ausgehen. Eine oder einer muss wissen, wann er/sie dafür zuständig ist Holz nachzulegen. Manchmal ist dafür vielleicht zuvor eine lange Suche nach Brennholz notwendig. Manchmal sogar schwere Arbeit beim Holz machen. Kreis bedeutet: Wir lernen zu erkennen, wer was wann zu tun hat. Wir unterstützen uns gegenseitig dabei, das „Feuer der eigenen Lebensaufgabe“  zu entfachen, zu nähren und zu hüten. Und wir schauen, was unser gemeinsames Feuer ist, das wir daraus entfachen.

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