Lasst uns ins Herz der Dinge lauschen…

Wir sind ein kleiner Umweltverein mit großen Aufgaben. Klein im Sinne, dass wir Aktive uns alle gut kennen und neue Aktive gut kennenlernen wollen. Unsere Absicht ist es nicht, eine große Organisation mit hunderttausenden von (Förder-)Mitgliedern zu werden. Wir verstehen uns als Ergänzung und Unterstützung zur Arbeit der anderen Vereine und Verbände im Umweltschutz- und Naturschutzbereich. Unsere philosophische Wurzel beruht auf die Beziehung miteinander und das große Beziehungsgeflecht der Erde, das wir sind.

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zum Thema

Zeig der Erde und deiner Mitwelt deine Hochachtung und deinen Respekt vor ihr und ihnen. Nimm dir nur das, was du wirklich brauchst. Nutze das, was dir gegeben wird, so lange und so schonend es geht. Werde dir bewusst, wie reich du auf materieller Ebene bist  Bedanke dich bei denen – auch der Erde, den Tieren und den Pflanzen – die dir dieses gute Leben schenken.

Postcard Jun 2016 - Verzicht - 300 dpiVerzicht erfordert die Fähigkeit zu prüfen, was wirklich gut ist für einen selber. Verzicht ist in unserer heutigen Gesellschaft auch die Bereitschaft gegen den Strom zu schwimmen. Die Fähigkeit zum Verzicht bedeutet Freiheit. Und es geht uns letztlich allen besser, wenn wir verzichten. Es hilft uns, glücklich zu sein, weil wir unseren Kindern eine friedlichere, gerechtere Welt hinterlassen. Weil wir den uns hart und klug erarbeiteten – und von der Natur, der Sonne, der Erde geschenkten – Wohlstand und Reichtum nicht immer wieder mit unseren destruktiven Haltungen und Verhaltensweisen zerstören. Weil wir Dinge produzieren, die wirklich gebraucht werden und bei der Produktion keinen ökologischen und sozialen Schaden anrichten.

„Die Erde hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht genug für jedermanns Gier.“

nach Mahatma Gandhi

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KLIMACAMP – 11.-13. November 2016

in Käshofen, Saarpfalz

während/parallel zu der Klimakonferenz in Marrakesh, Marokko

 

 Unsere Aktion letztes Jahr in Deinsdorf während der Pariser Klimakonferenz hat Sinn gemacht, weil wir mit den „großen Ereignissen in der Welt“ in Beziehung gegangen sind. Alles, was du in Beziehung machst, ergibt Sinn. Unsere Herzenswünsche und Flehen haben ihren Weg zu den Menschen in der Konferenz gefunden.

Bei der diesjährigen Klimakonferenz in Marrakesh, Marokko stehen scheinbar keine großen Entscheidungen an. Es geht ums Verwalten, Umsetzen, Konkretisieren der Pariser Beschlüsse. Wir bleiben dran. We keep the fire burning. Wir pflegen die Beziehung auch in unspektakulären Zeiten. Diesmal am „mittleren Wochenende“ der zweiwöchigen Klimakonferenz, nach der ersten Woche und vor der zweiten Woche der Verhandlungen. Mit einer Schwitzhüttenzeremonie am Samstag morgen und dem Hüten des Feuers leisten wir unseren Beitrag. One heart. One mind. one earth. One responsiblity.

Wir treffen uns in Käshofen im schönen Saarpfalz auf dem Schwitzhüttenplatz. Vorort sind wir gemeinsam in einem Haus untergebracht mit Küche und fließend Wasser. Meldet euch bei uns, wenn ihr dabei sein wollt und geben euch dann alle weiteren Details. Wir freuen uns!

 

Lebensrecht

Wenn wir das Lebensrecht aller Lebenwesen anerkennen und ernsthaft in unsere Gestaltung der Welt als Entscheidungsparameter integrieren, erst dann kann es Frieden unter den Menschen geben.

Es ist in diesem Zusammenhang interessant, dass das Land in Europa, welches am längsten – nämlich seit Jahrhunderten – nicht mehr in einen Krieg verwickelt war, die Schweiz, in seiner Bundesverfassung festgeschrieben hat, dass „im Umgang mit Tieren, Pflanzen und anderen Organismen der Würde der Kreatur Rechnung zu tragen ist.“ (zitiert aus „Das geheime Leben der Bäume“ von Peter Wohlleben).

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Wir finden es großartig, dass der erste Artikel des deutschen Grundgesetzes lautet: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Und wir halten es für den nächsten notwendigen, logischen und unausweichlichen Schritt, dass es eines Tages eine Ergänzung geben wird, die lautet: „…ebenso wie die Würde jedes Lebewesens.“

 

Der Kreis des Lebens

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAWir und unsere Aktionen sind in der elementaren Einsicht „Der Kreis ist heilig“ verwurzelt. Diese Einsicht hat mehrere Aspekte: den Kreis des Lebens, unsere Aktionsgemeinschaft und die Kooperation mit anderen.

Jedes Lebewesen, jede Erscheinungsform dieser Erde gehört zum Kreis des Lebens, zur großen Familie des Lebens auf dieser Erde. Wir sehen, fühlen und wissen uns als Teil dieser großen Erdenfamilie und in dem Sinn alle Tiere und Pflanzen, ja gar die Steine, den Boden und die Gewässer als unsere Brüder und Schwestern. Jedes Lebewesen ist einzigartig, jedes ist unendlich wertvoll. Diese Einsicht erlaubt das Töten nur dann, wenn es dem (Über)leben und der Wesensverwirklichung (nicht der Ich-Verwirklichung) dient. Eines der größten Wunder, in das wir mit unserer Zeugung hineingeboren werden ist die unermessliche Vielfalt an Lebewesen- und Formen: die Vielfalt des Lebens (Biodiversität). In diesem Kreis ist alles miteinander verbunden. Ein Ökologe benutzt dafür das Wort Ökosystem. Alles interagiert und ist durch Stoff-, Energie- und Informationsflüsse miteinander verbunden. Zu diesem Kreis gehört auch der Kreislauf von Geburt und Tod. Seit langer, langer Zeit entsteht ständig neues Leben und Altes macht ihm Platz. Der große Kreis des Lebens ist nicht auf seine materiell manifesten Bestandteile beschränkt.

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Und was hat das mit einer Umweltorganisation zu tun?

respect-earth-logo-ii-weissEine globale Kultur der Ökologie und Nachhaltigkeit kann nur entstehen, wenn wir Menschen das uns innewohnende Wissen und Empfinden der Heiligkeit wieder zur Basis unseres Umgangs mit der Mitwelt machen. Die Art und Weise wie wir Menschen mit der Erde umgehen, ist nur möglich, weil wir dieses grundlegende Wissen und Empfinden verleugnen, unterdrücken und bekämpfen. Es stand und steht dem Egoismus im Weg, dem Machtbestreben, der Profitgier, dem hemmungslosen Greifen nach „Mehr, Mehr, Mehr“ für „Mich, Mich, Mich“. Über Jahrhunderte, vielleicht Jahrtausende haben wir eine Welt geschaffen, in der das Irdische nicht mehr heilig ist.

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Medicine Walk 30. September – 2. Oktober 2016

Wanderung an der ehemaligen innerdeutschen Grenze

Der ehemalige innerdeutsche Todesstreifen steht wie wenige Orte in Deutschland für die friedliche Überwindung von Grenzen. Heute ist er ein 50 – 200 Meter breiter und 1.400 Kilometer langer Biotopverbund quer durch ganz Deutschland, der 1.200 Tieren und Pflanzen der Roten Listen der gefährdeten Arten als Lebensraum und Wanderkorridor dient. Als wir uns letztes Jahr entschieden haben, diese Wanderung zu machen, ging es uns darum, dieses größte deutsche Naturschutzprojekt zu erwandern, uns umgeben von Grün, Tieren und Pflanzen durch die jüngere deutsche Geschichte zu bewegen. Es war noch nicht zu ahnen, dass es wenige Monate später in Europa und am ehemaligen Eisernen Vorhang in Europa wieder neue Grenzzäune, Stacheldraht und schwerbewaffneten Grenzsoldaten geben wird.

Beginnend am Grenzmuseum Mödlareuth (in Oberfranken, unweit von Bad Steben) wollen wir Freitag bis Sonntag auf dem ehemaligen Patrouillenweg entlang gehen. Wer Freitag abend noch nicht da sein kann, kann Samstag früh zu uns stoßen. Die noch erhaltenen Grenzanlagen in Mödlareuth sind sehr sehenswert und eindrücklich. Wir werden von Freitag auf Samstag auf einem Camping-Platz übernachten und von Samstag auf Sonntag dort, wohin uns unsere Füße bis dahin getragen haben. Wir hoffen auf sonniges Oktoberwetter, gehen aber auch bei Kälte und Regen. Uwe wird über die Geschichte und Struktur der Grenze und dem daraus entstehenden Naturreichtum sprechen. Einige aus unserem Kreis können mit ihrer persönlichen „Teilungsgeschichte“ beitragen. Abreise Sonntag spät nachmittag/abend. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Möge unser gemeinsames Gehen Medizin sein, die zur Heilung der Schrecken beiträgt, die in Deutschland, Europa und weltweit durch Grenzen und ihre Bewachung entstanden und entstehen!

„All life is sacred – Alles Leben ist heilig. Jedes Lebewesen ist heilig.“

visit-backAlle Lebewesen und Erscheinungsformen sind Kinder dieser Erde – Brüdern und Schwestern in der großen Familie des Lebens. Alles und jeder ist Teil des großen Lebens. Alles ist beseelt. Alles hat Geist und Bewusstsein. Dieses Wissen, dieses Empfinden, diese Einsicht, die seit Anbeginn der Zeiten Teil des menschlichen Bewusstseins sind, sind die Grundlage unserer Aktionen. Darum haben wir unserer Tanzzeremonie um den Lebensbaum bei der Klimakonferenz in Paris 2015 auch den Namen „All life is sacred-Ceremony“ gegeben.

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Unsere Aktionsgemeinschaft: Der Respect Earth-Kreis

20151208_165202Wir gehören zusammen. Wir agieren als Kreis: Wir wollen GEMEINSAM die Welt ändern. Wir lassen uns darauf ein verbunden zu sein und eine Kraft und Dynamik zu entwickeln, die uns zwingt über unsere eigenen Konzepte und Pläne weit hinauszugehen. Auf diese Weise schützen wir uns vor Ego-Trips, Gruppenzwang und Gleichmacherei – aber auch vor Einsamkeit. Der „Gemeinschaftsgeist“ oder „Miteinander-Geist“ ist eine der Medizinen, die wir zur Renaturierung und Kultivierung der Menschheit beitragen wollen und die an vielen Orten viel Gutes bewirken kann. Kreis bedeutet: Wir erkennen und anerkennen unsere gegenseitige Abhängigkeit und unsere Verbundenheit. Wir wissen von der Kraft, die sich entwickeln kann, wenn mehrere sich auf ein Ziel ausrichten, das ihnen allen eine Herzensangelegenheit ist. Jede und jeder geht in Verantwortung für das Gelingen des gemeinsamen Ziels. Jede und jeder hört hin und wird gehört. Jede und jeder sucht nach seiner/ihrer Zuständigkeit. Wenn alle um ein Feuer sitzen, wird es irgendwann ausgehen. Eine oder einer muss wissen, wann er/sie dafür zuständig ist Holz nachzulegen. Manchmal ist dafür vielleicht zuvor eine lange Suche nach Brennholz notwendig. Manchmal sogar schwere Arbeit beim Holz machen. Kreis bedeutet: Wir lernen zu erkennen, wer was wann zu tun hat. Wir unterstützen uns gegenseitig dabei, das „Feuer der eigenen Lebensaufgabe“  zu entfachen, zu nähren und zu hüten. Und wir schauen, was unser gemeinsames Feuer ist, das wir daraus entfachen.

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Biotopspflege 2020

im Juni 2020 

in Guntersrieth (östlich von Nürnberg)

Gemeinsam wollen wir unseren schönen Platz in der Hersbrucker Schweiz pflegen und für die elementar-Kreis-Wochenenden bereit machen, so auch dieses Jahr. Wir mähen, räumen, machen Holz, bereiten die Schwitzhütte und den Feuerplatz vor für den kommenden Sommer und die damit verbundenen kraftvollen Zeremonien und Heilungsmomente. 

Wer gerne im Grünen werkelt, dabei musiziert, philosophiert und Freude daran hat unseren Mitmenschen einen mit Liebe gepflegten Platz zu geben, der ist hierbei herzlich willkommen. 

Unterbringung: im Freien, eigenes Zelt, Isomatte, Schlafsack, Camper, gemeinsame Verpflegung