Über uns

Als gemeinnütziger Verein zum Schutz von Natur, Mitwelt und Umwelt tragen wir unseren Teil dazu bei, dass wir Menschen unsere Verwandtschaft und unsere Verbundenheit mit allen Lebewesen wieder erkennen und in entsprechender Verantwortung handeln. Unsere Aktionen sollen zu mehr Umweltschutz und Mitwelt-Respekt von der individuellen Ebene (z.B. Konsum) bis hin zur globalen Ebene (z.B. Weltklimapolitik) beitragen.

 

„Was Ihr natürliche Ressourcen nennt,

sind für uns unsere Verwandten.“

Oren Lyons, Medizinmann der Onondaga

Alle Lebewesen und Erscheinungsformen sind Kinder dieser Erde, Brüder und Schwestern einer großen Familie. Alles und jeder ist Teil dieses „Kreises des Lebens“. Alles ist beseelt. Alles hat Geist und Bewusstsein. Auf der Grundlage dieses Wissens können wir Menschen einen gesunden und friedvollen Umgang mit unserer Mitwelt finden, die Rechte unserer Mitlebewesen respektieren und eine globale Kultur der Ökologie und Nachhaltigkeit schaffen.

 

 

Wenn Du mehr über uns und unseren Naturschutzansatz wissen willst:

Wir sind ein kleiner Umweltverein mit großen Aufgaben. Unsere philosophische Wurzel beruht auf die Beziehung miteinander und das große Beziehungsgeflecht der Erde, das wir sind.

Beziehung setzt aber voraus, sich miteinander Zeit zu nehmen. „Ich habe keine Zeit“ ist wohl eine der meist ausgesprochenen Lügen, die aber zum Mantra unserer Ausbeutungsunkultur geworden ist. Wie wäre es möglich, einen wunderschönen Sonnenaufgang ins Herz zu lassen, ohne sich ganz einfach Zeit dafür zu nehmen. Wir Menschen sind soziale Lebewesen, als Babys, Kleinkinder und Kinder sind wir über Jahre ganz abhängig von Mutter, Vater und anderen liebenden Menschen, die für uns da sind. Wir Menschen sind „Ich bin für Dich da-“ und „Ich brauche Dich“- Lebewesen. Hilfe zu brauchen und zu geben liegt in unserer Menschennatur. Unsere verfremdete Lebensweise bringt uns immer weiter von unserer eigenen Natur weg und von dem, was wir „die Natur“ nennen. Wir schneiden uns gnadenlos von der Natur ab, die unsere Seele so sehr braucht. Und die sie stark macht. Wer zufrieden dem Gesang der Vögel zuhören kann, der baut keine Straßen durch ein schönes Bachtal und lässt sich von den Angsteinflüsterern nicht vor ihren Zerstörungskarren spannen. Das Erleben der Eingebundenheit in die Natur erfüllt mit Zufriedenheit und Dankbarkeit. Wer dankbar ist, will etwas zurück geben. Wer gibt, ist glücklich – so einfach ist das.

Doch dafür muss man erstmal wissen, was man zu geben hat. Was ist mein Talent? Meine Begabung? Meine Gabe? Meine Natur? Dies herauszufinden haben viele alte Kulturen jahrelange Suche gewidmet (z.B. in Visionssuchen), getragen und unterstützt von der Gemeinschaft. Eine tragende Gemeinschaft beruht auf Beziehung miteinander, ein einfaches Interesse miteinander, ein Mit-Fühlen, Mit-Leiden. Dann ist es möglich, den eigenen Platz zu finden und sich trotz großem Einsatz nicht zu verausgaben. Verausgabung, weil man glaubt, etwas geben zu müssen, das einem aber nicht gegeben ist.

Wir wissen, dass wir von Wesen umgeben sind, nicht von Dingen. Tiere, Pflanzen, gar Steine – alles lebt. Wir wissen von der Kraft des Beseelten. Wir könnten auch „Kraft der Liebe“ schreiben, aber das Wort „Liebe“ wird viel zu oft romantisierend oder verflacht genutzt. Im Lied „One“ von U2 heißt es „Love is a higher law“. Die Liebe ist das höhere Gesetz, dass uns manchmal zeigt, was wir zu tun haben (auch wenn es uns nicht passt), wenn wir wirklich lernen wollen, wie das geht: Ein liebevolles Leben leben. Jedes Lebewesen liebt. Die Liebe ist intensiver und offensichtlicher, je mehr ein Lebewesen in Beziehung lebt. Die Liebe einer Säugetiermutter zu ihrem Kind nehmen wir deutlich stärker wahr als die einer „Baummutter“ zu dem aus ihrer Frucht gewachsenen Baum. Eine der Besonderheiten von uns Menschen ist, dass wir die Liebe erkennen können. Doch zurück zur Kraft des Beseelten. Mit „Beseelt“ meinen wir: Es bringt die Wesen zusammen. Es berührt das Herz. Das kann ein Gebet sein oder tiefe spirituelle Praxis. Da kann ein Lied sein wie John Lennons „Imagine“. Etwas, dass fähig ist, uns Tränen der Berührung in die Augen zu zaubern.  Dieser beseelte Ausdruck ist die Medizin, von der wir überzeugt sind, dass sie die Menschheit braucht, um den Kräften der egozentrischen Zerstörung – Gleichgültigkeit, Gier, Angst und Haß – überhaupt etwas entgegen setzen zu können. Oder wie Bob Marley singt: „Come we go chant down Babylon – one more time“. One more time und one more time und one more time: Es wird nie so sein, dass wir diesen Kampf für immer gewinnen. Aber wenn wir ihn kämpfen, wenn wir den Kampf tanzen und singen, werden wir vielen und uns viel menschengemachtes Leid ersparen. Als mit großem Reichtum, Freiheit und Möglichkeit gesegnete Menschen müssen diejenigen unser Maßstab sein, die arm, schwach, krank, machtlos sind. Wenn wir eines Tages im Moment unseres Todes diesen gegenübertreten, dann möchten wir aus vollem Herzen sagen können: „Ich habe getan, was in meiner Macht stand, um Zerstörung und Ausbeutung zu stoppen und den Respekt vor der Erde und den Lebensrechten aller gegenwärtigen und zukünftigen Lebewesen zu nähren.“

 

Jeder mit Herz und Verstand ist eingeladen, sich bei Respect Earth e.V. zu engagieren.

Was wir machen

  • Wir konzentrieren unsere Umweltschutzarbeit auf die Förderung einer Geisteshaltung, die die seelische, geistige und materielle Verbundenheit aller Lebewesen erkennt. Aus der Umwelt wird so eine Mitwelt. Nur solch eine Geisteshaltung wird ermöglichen, dass die Menschheit wirklich und schnell genug zu einem respektvollen und rücksichtsvollen Umgang mit dem Planeten und allen Lebewesen kommt. Wenn wir diese aber nur als auszubeutende Ressourcen betrachten, werden wir die Umwelt weiter zerstören.
  • Eigene Aktionen: Unterstützung der jährlichen weltweiten Verhandlungen für das Weltklima (Klimakonferenzen) und der Vielfalt des Lebens (Biodiversitätskonferenzen)
  • Beteiligung bei Aktionen der großen Umweltschutzorganisationen wie z.B. dem BUND.
  • Erforschen, Weiterentwickeln und Erproben einer Denk- und Lebensweise in Respekt für die Erde und die Mitlebewesen
  • Bildungsarbeit für einen respektvollen Umgang mit Natur und der Erde
  • Austausch und Förderung eines respektvollen Konsums

 

Wie wir unsere Handlungsfelder aussuchen

Es gibt unendlich viel zu tun auf dieser Erde. Wir Menschen haben noch viel zu lernen, haben noch viel Kulturarbeit vor uns, bevor wir einen Platz einnehmen, von dem wir sagen können:

„Wir fügen uns harmonisch und friedlich in das große Gefüge des Lebens ein und verwirklichen unsere Menschennatur zum Wohle aller Mitmenschen und Mitlebewesen.“

Im Um- und Mitweltschutz gibt es scheinbar unendlich viele Handlungsfelder, unendliche Orte und Themen, wo rascher Wandel zum Guten hin überlebenswichtig wäre. Wenn schon große NGOs mit Hunderttausenden von Mitgliedern sich auf gewisse Gebiete (thematisch und räumlich) konzentrieren müssen, so gilt das noch viel mehr für uns. Wir folgen dabei einem einfachen Prinzip. Wir kümmern uns um das, „was uns ruft“. Sei es nun ein direktes Schreiben aus einem Ministerium mit Bitte um Unterstützung bei einer Klimakonferenz. Sei es, dass einer von uns von seinem Lebensweg immer wieder zu einem bestimmten Thema geführt wird oder eine tiefe Einsicht in eine zu vollbringende Handlung.

Einige Worte über Ehrenamt und Hauptamt und über Geld, das damit (nicht) verdient wird …

Alle Aktiven bei Respect Earth e.V. sind ehrenamtlich tätig. Das hat den Vorteil, dass so alle Spendengelder direkt in die Aktionen und Bildungsarbeit fließen und es hat den Nachteil, dass all die anfallende Arbeit „nebenher“ erledigt werden muss, neben Arbeit oder Studium, Familie usw. Wir würden gerne mehr Zeit für die gemeinsame Entwicklung von Respect Earth e.V. zur Verfügung haben, sprich an einem Punkt diese Tätigkeit auch beruflich auszuüben. Andererseits sind wir alle gerade am richtigen Platz in unseren Berufen und haben dort Aufgaben, die wir gut bewältigen wollen. So ist es offen, in welche Richtung wir uns mit Respect Earth e.V. bewegen. Insofern es unser Wachstum erlaubt, wollen wir es ermöglichen, dass die Aktiven, die sich besonders engagieren, über Ehrenamtspauschalen zumindest eine kleine finanzielle Unterstützung bekommen. Bei umfangreicheren Arbeiten und „Dienstleistungen“ für den Verein werden diese auch als geldwerte Sachspende an den Verein bescheinigt und können so bei der Steuererklärung berücksichtigt werden.